Zero Liquid Discharge (ZLD)

Als ZLD (Zero Liquid Discharge) wird ein Behandlungsprozess bezeichnet, mit welchem Abwasser gänzlich aus einem System entfernt wird. Ziele dabei sind die Reduzierung von Abwasser bei gleichzeitiger Erzeugung von gereinigtem Wasser für die Wiederverwendung. Dabei kommt ein Verdampfer und Kristallisator zum Einsatz. Der Verdampfer sorgt für die Eindickung des flüssigen Abfalls, während der Kristallisator das Konzentrat zum Feststoff verarbeitet.

Weitere Vorteile:

  • Rückgewinnung wertvoller Ressourcen, die verkauft oder wiederverwertet werden können
  • Kostenminimierung der Abfallentsorgung durch verkleinertes Abwasservolumen
  • Geringerer Bedarf an weiterer Frischwasserentnahme durch das Recycling von Wasser
  • Senkung der Transportkosten für die Entsorgung und damit verbundene Umweltrisiken

Durch die Einführung fortschrittlicher Vorbehandlungsprozesse, die die thermische Behandlung auf ein Minimum reduzieren, hat Qwair das ZLD-Verfahren weiter optimiert.

Wir realisieren im Vergleich zum Wettbewerb einem geringeren Energie- und Chemikalienverbrauch (Kühlung, Heizung und elektrische Energie) sowie reduzierte Kapitalkosten.

Modulare und kompakte Konstruktionen mit kurzen Produktionszeiten sind in unseren ganzheitlich konzipierten Prozessanlagen integriert.

Wirtschaftliche Aufarbeitungsstraße für typische salzhaltige Prozesslösungen  ca. 15 to/h Anfall

Da eine rein thermische Behandlung bestehend aus einer Verdampferanlage mit Kristallisation in diesem Fall zu teuer und energetisch unwirtschaftlich ist, nutzen wir hier die Vorteile einzelner Verfahrensschritte in Reihe geschaltet, um einen sicheren und besonders wirtschaftlichen Prozess realisieren zu können.

Unser Augenmerk liegt auf der Minimalisierung der thermischen Trenntechnik unter Einbeziehung optimaler Vorkonzentrierungen, um Kosten und Amortisation zu minimieren. Denn nur ganzheitliche Betrachtungsweisen führen zu wirtschaftlich kombinierten  Lösungen.

Hierbei können ca. 30% der Investitionskosten und ca. 40% Energiekosten gegenüber herkömmlichen Systemen eingespart werden.

Im ersten Schritt werden bei diesem Beispiel Sedimente und ungelösten Inhaltstoffe in einer Sedimentation abgeschieden und die Lösung über eine Filtration der Membrantechnik zugeführt.

Die Membrantechnikkombination (UF-NF oder RO) kann die Lösungen durch die Anwendung von bis zu ca. 160 bar in Modulen bis nahe der Kristallisationsgrenze konzentrieren, wobei die Permeate (erzeugtes „reines Wasser“) in Prozesswasserquallität einer Wiederverwendung zugeführt werden können.

Das Hochkonzentrat der Sole wird im nächsten Schritt mit Hilfe einer thermischen Stufe oder thermischen Zentrifuge bis zu einer stichfesten Konsistenz weiter „entwässert“. Dies geschieht unter Einbeziehung der enthaltenen Energie der warmen Konzentrate von ca. 65° C. Enthaltene Wertstoffe können in diesem Zwischenschritt entnommen werden.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich mit Ihren Eckdaten der zu reinigenden Abwässer. Gerne planen und realisieren wir Ihre Anlage zur Abwasseraufbereitung mit dem ZLD-Verfahren